Kurze Antwort: Die meisten Rotlicht-Behandlungen zu Hause dauern 5 bis 20 Minuten. Die genaue Dauer ist nicht willkürlich – sie hängt davon ab, wie viel Licht Ihr Panel tatsächlich abgibt (Bestrahlungsstärke in mW/cm²) und wie weit Sie davon entfernt sitzen. Ein stärkeres Panel in geringerer Entfernung benötigt weniger Zeit; ein schwächeres in größerer Entfernung benötigt mehr. Länger ist nicht automatisch besser.
Warum es keine einzige richtige Zahl gibt
Biologisch gesehen kommt es auf die Dosis an – also die gesamte Lichtenergie, die auf eine bestimmte Fläche einwirkt, gemessen in Joule pro Quadratzentimeter (J/cm²). Die Dosis ergibt sich einfach aus der Bestrahlungsstärke multipliziert mit der Zeit. Das bedeutet, dass zwei Personen bei sehr unterschiedlichen Sitzungsdauern dieselbe Dosis erhalten können, je nach Art ihres Solarpanels und ihrer Entfernung dazu.
Deshalb ist der Ratschlag „10 Minuten pro Tag“ für sich genommen nahezu bedeutungslos. Zehn Minuten vor einem schwachen Strahler in einem Meter Entfernung entsprechen einer völlig anderen Strahlendosis als zehn Minuten in 15 cm Entfernung vor einem Ganzkörperstrahler. Ohne Kenntnis der Strahlungsleistung ist die Zeit nur die Hälfte der Gleichung.
Ein praktischer Ausgangspunkt
Für den allgemeinen Hausgebrauch mit einem Panel, das bei einem Abstand von 15 cm eine gemessene Leistung im Bereich von 40–100 mW/cm² abgibt:
- Erste Schritte: 5–10 Minuten pro Bereich, in einer Tiefe von 15–30 cm.
- Eingespielte Routine: 10–20 Minuten pro Bereich.
- Häufigkeit: Täglich oder jeden zweiten Tag – so sieht der Ablauf bei den meisten Routinen zu Hause aus.
Wenn Sie mehrere Bereiche behandeln – beispielsweise erst den Rücken und dann die Knie –, zählen Sie die Zeit pro Bereich und nicht die Gesamtzeit. Ein größeres Panel deckt mehr Fläche auf einmal ab, was der wichtigste praktische Grund dafür ist, warum man eine größere Größe wählt: Die gesamte Sitzung dauert dadurch kürzer.
Mehr ist nicht besser – die zweiphasige Reaktion
Eine der beständigsten Erkenntnisse in der Literatur zur Photobiomodulation ist eine zweiphasige Dosis-Wirkungs-Beziehung: Die Wirkung nimmt mit steigender Dosis bis zu einem Optimum zu, flacht dann ab und kann sich umkehren, wenn man die Dosis weiter erhöht. Eine Verdopplung der Anwendungsdauer führt zu keiner Verdopplung der Wirkung. Dies ist einer der wenigen Punkte, bei denen die Forschungsergebnisse ungewöhnlich einheitlich sind, und genau deshalb veröffentlichen Hersteller Anwendungsempfehlungen, anstatt einfach zu sagen: „Wenden Sie das Gerät so lange an, wie Sie möchten.“
Praktischer Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind, wählen Sie lieber kürzere und regelmäßigere Beiträge als längere und sporadische.
Die Entfernung verändert alles
Die Lichtintensität nimmt stark ab, je weiter man sich vom Panel entfernt. Wenn man in einem Abstand von 30 cm statt 15 cm sitzt, kann sich die auf die Haut einwirkende Bestrahlungsstärke erheblich verringern – was bedeutet, dass bei gleicher Sitzungsdauer eine deutlich geringere Dosis abgegeben wird.
Wenn Sie also einen Leistungswert lesen, achten Sie darauf, in welcher Entfernung dieser gemessen wurde. Eine Angabe ohne Angabe der Entfernung sagt nichts aus, und ein Messwert, der an der LED-Oberfläche ermittelt wurde, wirkt zwar immer beeindruckend, hat aber kaum etwas mit dem zu tun, was Sie bei normalem Sitzabstand erreichen.
So legen Sie Ihren eigenen Zeitplan fest
- Ermitteln Sie die gemessene Bestrahlungsstärke Ihres Moduls in einem angegebenen Abstand. Sollte der Hersteller keinen Wert veröffentlichen, ist dies besonders bemerkenswert.
- Legen Sie Ihren Arbeitsabstand fest und halten Sie sich daran – Beständigkeit ist wichtiger als Präzision.
- Fangen Sie zunächst mit der kürzeren Dauer (5–10 Minuten) an und halten Sie dies einige Wochen lang durch.
- Passen Sie das Training schrittweise an und achten Sie auf Regelmäßigkeit, anstatt lange Trainingseinheiten anzustreben.
Jedes Red Light Fix (RLF)-Panel gibt seine spektrometergeprüfte Leistung bei einem angegebenen Abstand von 15 cm an – von 82 mW/cm² beim kompakten RLF750 bis zu 92 mW/cm² beim RLF6000 –, sodass Sie Ihren eigenen Zeitplan festlegen können, anstatt zu raten.
Häufig gestellte Fragen
Sind 30 Minuten besser als 10?
Nicht unbedingt. Aufgrund der zweiphasigen Dosis-Wirkungs-Beziehung führt eine deutliche Überschreitung des Optimalwerts eher zu einer Abflachung oder Verringerung der Wirkung als zu einer Steigerung. Längere Sitzungen sind keine Abkürzung.
Kann ich die Rotlichttherapie jeden Tag anwenden?
Tägliche oder jeden zweiten Tag stattfindende kurze Trainingseinheiten sind das typische Trainingsmuster für zu Hause. Kontinuität über mehrere Wochen hinweg ist wichtiger als eine einzelne lange Trainingseinheit.
Was ist wichtiger: die Entfernung oder die Zeit?
Beide Faktoren hängen zusammen – die Dosis ergibt sich aus der Bestrahlungsstärke multipliziert mit der Zeit, und die Bestrahlungsstärke hängt stark von der Entfernung ab. Legen Sie zunächst die Entfernung fest und passen Sie dann die Zeit entsprechend an.
Sollte ich eine Schutzbrille tragen?
Die Rotlicht-Panels strahlen helles Licht aus. Verwenden Sie den mitgelieferten Augenschutz oder vermeiden Sie es einfach, während einer Sitzung direkt in die LEDs zu blicken.
Dieser Artikel enthält allgemeine Informationen zur Verwendung von Lichttherapiegeräten und stellt keine medizinische Beratung dar. Wenn Sie unter einer Erkrankung leiden oder sich nicht sicher sind, ob eine Rotlichttherapie für Sie geeignet ist, wenden Sie sich bitte an eine qualifizierte medizinische Fachkraft.